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"Soziales Atom" bzw. die "Soziale-Netzwerk-Analyse".

 

Das soziale Atom stellt aus der Sicht des Psychodramas die kleinste Einheit der Gesamtschau des sozialen Beziehungsgefüges dar, also der Familie, des Freundeskreises, der Beziehungen am Arbeitsplatz usw. Es umfasst alle emotional bedeutsamen Bezugspersonen der Patient*innen oder Klient*innen, im Positiven, wie im Negativen.
Das soziale Atom kann auf einem Papier bildlich dargestellt werden oder mit Symbolen wie Münzen oder Holzfiguren aufgebaut werden.

Die Ratsuchenden bzw. Patient*innen wählen zuerst ein Symbol für sich selbst aus und gruppieren weitere Bezugsfiguren um sich herum.
Der Abstand zwischen den Symbolen deutet die subjektiv erlebte Nähe oder Distanz zwischen den Personen an. Die Qualität der Beziehungen (harmonisch, ambivalent,
feindselig) wird graphisch durch verschiedenfarbige Linien dargestellt.

Dieses Bild kann anschliessend aktiviert und vertieft werden, indem die einzelnen Elemente durch Stühle oder andere Symbole im Raum aufgebaut werden. Die/der Ratsuchende hat dann die Möglichkeit, sich abwechselnd auf die verschiedenen Stühle zu setzen und aus der jeweiligen Perspektive ihrer/seiner Bezugspersonen ihr/sein soziales Netzwerk wahrzunehmen. Das Beziehungsgeflecht kann nun durch Rollenwechsel und Aussprechen von Botschaften und Empfindungen in den verschiedenen Rollen erlebt und erforscht werden.

Neue Rollengestaltungen und Verhaltensweisen können dabei ausprobiert werden.

Die Arbeit mit dem "Sozialen Atom" ist für die Betroffenen sehr geeignet, um die gesamte Situation besser zu erfassen und dann auch die eigenen Gestaltungsmöglichkeiten wahrzunehmen.